
Wie ein dürrer Sand ist meine Seele, wenn ich zu Dir beten möchte,
nichts anderes fühlend als ihre eigene Unfruchtbarkeit.
Mein Gott, verwandle Du diesen Boden in eine gute Erde,
damit Dein Samen nicht umsonst in sie falle …
Öffne doch mein taubes Herz, mein taubes Herz, gib mir die Unruhe,
damit ich hinfinden kann zu einer Ruhe, die lebendig ist in Dir.
Oh, ich bin ohnmächtig, nimm Dich meiner an und tue mit mir
nach Deinem guten Willen, ich bitte Dich, ich bitte Dich.
Ich bin Gott noch so ferne, daß ich ihn nicht einmal beim Gebet spüre.
Ja, manchmal, wenn ich den Namen Gottes ausspreche, will ich in ein Nichts versinken. Das ist nicht etwa schrecklich, oder schwindelerregend,
es ist gar nichts - und das ist noch viel entsetzlicher.
Doch hilft dagegen nur das Gebet,
und wenn in mir noch so viele Teufel rasen,
ich will mich an das Seil klammern,
das mir Gott in Jesus Christus zugeworfen hat,
und wenn ich es nicht mehr in meinen erstarrten Händen fühle.
Sophie Scholl, 20 Jh
Text - Bild - Raum - Klang
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